Wenn aus Verfolgten Verfolger werden

philosophia perennis

(David Berger) Wenn Sie einen guten Geschichtslehrer hatten oder Leser von kritischen Büchern über die Kirchengeschichte sind, sagt Ihnen sicher der 27. Februar 380 nach Christus etwas.

Für alle anderen: Durch ein Dekret des oströmischen Kaisers Theodosius I. wurde das Christentum Staatsreligion. Das Abendland trat damit durch Verknüpfung der jüdisch-christlichen Wurzeln des europäischen Kontinents mit der griechisch-römischen Kultur in seine bislang wichtigste Lebensphase ein.

Vorausgegangen waren diesem Schritt fast 300 Jahre der Verfolgung der Christen. Das änderte sich nun innerhalb weniger Jahre.

Das Tragische: Schon kurz nach Beendigung der Christenverfolgung wurden die Christen zu Verfolgern. Die Ungläubigen waren nun nicht mehr sie, sondern die, die nicht an den Gott der Christen glauben wollten.

Die selben Beamten, die früher überprüften, ob Christen bereit waren, vor dem Bildnis römischer Götter Weihrauch zu streuen, wechselten nun nicht die Weihrauchkohlen, sondern die Götterbilder aus.

Der Furor, mit dem man zunächst die Christen verfolgte, dann…

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