Portugals fantastisches Siegerlied

philosophia perennis

… oder: ESC à la Orwell – Monotony means Diversity. Ein Gastbeitrag von Marko Wild

„Celebrate Diversity“ lautete das Motto des diesjährigen ESC – feiert die Vielfalt. Gewonnen hat dann am Ende tatsächlich ein Titel, der den Löwenanteil dazu beitrug, dass der ESC nicht in vollkommen stumpfsinniger Monotonie ersoff.

Der portugiesische Siegertitel war in nahezu allen musikalischen Kategorien eine erfreuliche Ausnahmeerscheinung. Man darf getrost behaupten: er war einer der würdigsten Siegersongs des jüngeren ESC und eines des schönsten Stücke beim ESC überhaupt.

Wie außergewöhnlich der portugiesische Beitrag war, soll folgende kurze Analyse zeigen:

Von den 26 Finalbeiträgen standen 19 in einer Moll-Tonart. Moll lässt sich durchaus auf vielerlei Weise verarbeiten – oder anders gesagt: auch mit Moll ist Diversity möglich. Normalerweise. In der Popmusik hat sich jedoch seit den frühen 1980ern zunehmend eine Akkordfolge etabliert, deren spannungsreichster Akkordschritt nicht in dem von Grundakkord zur Quinte (oder Dominante) besteht, sondern…

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