Lukas Jakob (18): Kreativ, produktiv, attraktiv

Lukas Jakob (18) ist schon lange kein Geheimtipp der Freiburger Kunstszene mehr. Nach seinem erfolgreichen Wirken als Foto und vor allem Laufstegmodel der Stuttgarter Agentur SModels (Joop!, Otto Graf, Adidas, K&U) in ganz Deutschland, veröffentlichte der damals erst 15-Jährige zwei Thriller in Online-Buchläden. Kurz danach machte er mit seiner ersten großen Ausstellung „Lights and Shadow“, in der Jugendkunstgalerie Freiburg mit 80 Kunstwerken, von Abstrakten Ölgemälden bis hin zu Skulpturen aus Glas, auf sich aufmerksam.
Es folgten zwei elektronische Studioalben, welche im Haus der Jugend und im Temple Studio in Freiburg produziert wurden sowie viele weitere Ausstellungen mit Konzerten im Raum Baden Württemberg.

David Berger hat mit ihm gesprochen

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Bist Du ein „Wunderkind“?

Schon früh hatte ich einen unglaublichen Drang, Dinge selbst für mich zu gestalten und neu zu interpretieren. Angefangen mit dem Schreiben meiner Bücher, dem Produzieren Elektronischer Tracks, dem Malen oder eben aktuell meiner Partyreihe. Die Möglichkeit, sich selbst in verschiedenen Formen auszudrücken, ist für mich ein hohes Gut, auf das ich niemals verzichten möchte. Wenn du eine gute Idee hast und dich dahinter stellst und Zeit dafür investierst, erreichst du am Ende tolle Dinge. Ich werde von vielen Dingen inspiriert und geleitet, welche mich sehr produktiv machen. Es gibt vieles, was ich im Bereich Kunst noch erreichen möchte, auch wenn ich viele meiner „künstlerischen Ziele“ schon jetzt im Alter von 18 Jahren erreicht habe. Warum das alles so schnell ging, kann ich mir selbst nicht erklären. Ich denke es hat mir einfach viel Spaß gemacht, weil es das ist, was ich eben am besten kann – kreative Dinge Produzieren.

Fangen wir nochmal bei den ersten Veröffentlichungen an. Ein 15-jähriger schreibt zwei Romane. Um was ging es da?

Mein erstes Buch handelt über eine junge Frau, welche durch einen Zufall ein altes Familiengeheimnis aufdeckt. Auf der Suche nach der Wahrheit ist ihr dabei der Täter dicht auf der Spur. Mein zweites Buch handelt über eine Gruppe Jugendlicher, welche in einem verlassenen Haus kuriose Erlebnisse erfahren müssen. Außerdem verstrickt sich die Geschichte mit dem Verschwinden von einer der Hauptpersonen. Zusammengefasst schreibe ich also eher düstere Geschichten. Dabei wurde ich nur leicht von eigenen Erlebnissen inspiriert, aber auch viel von meiner eigenen Leidenschaft, Thriller zu lesen. Ich habe immer schon gerne geschrieben, ein ganzes Buch war eine anstrengende, aber auch erfolgreiche Herausforderung, die mich sehr geprägt hat.

Und fast zeitgleich (etwas später?) hast du mit der Malerei begonnen. Und bist auch hier sofort in das anspruchsvollste Genre eingestiegen: der abstrakten Malerei. Anspruchsvoll auch deshalb, weil viele kunstfremde Menschen sagen: das sind ja nur Farbkleckse – das könnte ich auch … Was würdest Du solchen Leute antworten?

Natürlich habe ich mir schon vieles anhören dürfen, was die abstrakte Malerei betrifft. Für jeden wirkt ein Bild anders und in jedem bewirkt es etwas anderes. Kunst ist für mich etwas ganz Persönliches, das hat etwas mit Geschmack zu tun und dem eigenen Stil, den ich mir so mit den Jahren auf vielen Ausstellungen, Galeriebesuchen, Kunst Magazinen, Atelierbesuchen und Blogs gebildet habe. Es ist ganz wichtig, dass man sich auf etwas einlässt und auch die Geschichte hinter dem Bild kennenlernt. Für mich ist vor einem Ausstellungsbesuch eine ausführliche Recherche über die Arbeiten und den Künstler immer sehr wichtig, dann hat man einen anderen Blick und es macht auch mehr Spaß. Gerade minimalistische Bilder oder ganz karge, wie von Elsword Kelly z.B., habe ich auch erst nach dem vierten Hinsehen für mich entdecken können. Mein Tipp sind Fragen wie etwa: Warum hat der Künstler das Bild so gemalt? Er hatte schließlich viel Zeit, es sich anders zu überlegen, also umzugestalten. Für mich ist die abstrakte Malerei und gerade Contempoary Art mein Stil, da ich gerne dynamisch, zum Nachdenken anregende und moderne Bilder schaffe.

Und jetzt machst Du mit noch etwas Neuem weiter?

Gerade mache ich meine Staatsprüfung zum Verwaltungswirt in der öffentlichen Verwaltung in Karlsruhe. Deswegen blieben kreative Projekte in letzter Zeit auf der Strecke. Mein aktuelles Projekt ist meine Schwule Party Reihe Rudeclub, die ich seit Januar diesen Jahres organisiere. Und gestern bekam ich eine Anfrage von einem befreundeten Filmproduzenten, den Soundtrack für einen Thriller zu komponieren und produzieren, der auch im TV ausgestrahlt wird. Trotz alledem, meine Staatsprüfung und mein Beruf gehen natürlich gerade vor.

Klingt auf der einen Seite nach ziemlich viel Action, Kreativität, 180 % Leben – auf der anderen Seite ziemlich langweilig, Verwaltungswirt … oder sehe ich da etwas falsch?

14303897_1373389532688715_1586327213_oNatürlich ist die Arbeit auf dem Rathaus weniger kreativ als die im Studio, trotzdem sind beides zwei verschiedene Welten, die mich jede auf ihre Weise verzaubern. Eine geordnete Arbeitsweise wie auf dem Amt habe im Atelier nicht, vieles ist ungeordnet, unorganisiert und schnellebig. Nicht alle Ziele können von mir im Atelier oder Tonstudio bis zum Ende verfolgt werden. Jedoch bieten mir gerade meine Kunstausstellungen und meine Partyreihe viel Ausgleich. Das heißt ich kann mich hier neu erfinden. Sei es durch die Wahl der Dj’s, Gespräche, Outfits, Catering, Showacts, Flyer und Werbemittel – es gibt unheimlich viel selbst zu bestimmen in meiner Freizeit. Ich kann selbst leiten, in welche Richtung es geht, das ist ein super Ausgleich zu meinem beruflichen Leben.

 

Fotos: (c) Anna & Alfred Fotografie

Weiterführende Informationen gibt es hier: Webräsenz Lukas Jakob

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