“Outing” Papst Benedikts XVI: Heiliger Vater, ich bitte Sie um Entschuldigung — philosophia perennis

(David Berger) Nach den Jahren, die inzwischen vergangen sind, komme ich mir immer mehr wie ein undankbarer, untreuer Sohn vor. Und es tut es mir leid, dass ich das Gesagte nicht mehr einfangen und zurückholen kann. Dass ich nur mit gesenktem Haupt sagen kann, dass mir meine Worte von damals aufrichtig leid tun.

über “Outing” Papst Benedikts XVI: Heiliger Vater, ich bitte Sie um Entschuldigung — philosophia perennis

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3 Gedanken zu ““Outing” Papst Benedikts XVI: Heiliger Vater, ich bitte Sie um Entschuldigung — philosophia perennis

  1. Warum tun Ihnen Ihre gesagten Worte leid? Steht denn nicht in der Bibel:“Das, was sie sagen, das tut aber nicht das, was sie tun? Die Päpste haben immer hervorragende Worte, die sie meistens anderen weisen Menschen aus dem Mund genommen haben, um sie glaubwürdig erscheinen zu lassen. Sie haben oftmals etwas ganz anderes getan!

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  2. Das Zwangsouting von Ratzinger war richtig. Das es Ihnen im Nachgang „leid tut“, das kann ich zwar emotional nachvollziehen, aber in der Sache haben Sie richtig gehandelt.

    Ratzinger war jahrelang Chef der Katholischen Glaubenskongregation und hat dort hauptverantwortlich wichtige notwendige katholische Sexualmoralreformen blockiert. Noch heute ist im katholischen Katechismus die Sündhaftigkeit homosexueller Handlungen enthalten. Längst hätte dies gestrichen werden müssen. Während viele anglikanische, altkatholische, lutherische, reformierte, presbyterianische, unierte, quäkerische und waldensische christliche Kirche homosexuelle Handlungen nicht als sündhaft bewerten und homosexuellen Paaren öffentliche Segnungsgottesdienste oder auch kirchliche Trauungen ermöglicht haben, geschah dies unter Benedikt XV. nicht.

    Wenn ein Mensch wie Razinger aber selbst schwul veranlagt ist, aber dazu dann öffentlich nicht steht, und zugleich sehr homophobe Positionen vertritt, dann ist ein Zwangsouting einer solchen Person nicht nur richtig sondern das Outing ist zwingend geboten.

    Das Ratzinger sich dadurch verletzt gefühlt hat, das kann ich mir gut vorstellen. Aber in der Sache war Ihr Handeln richtig, Herr Berger.

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  3. Sehr geehrter Herr Berger, Ihre Entschuldigung fand ich menschlich sehr anrührend. Nach Ihrem Outing konnte man anfangs den EIndruck gewinnen, dass Sie mit Gewalt alles hinter sich lassen wollten, was davor einen Gutteil Ihres Lebens geprägt hatte (und Ihre Leistungen etwa in der Thomistik waren eindrucksvoll; Ihre Artikel dazu etwa in der PMT-Publikation waren auch für unbedarfte Nichttheologen wie mich eine intellektuelle Freude). Sie scheinen zu einer Synthese gefunden zu haben, zu denen ich Ihnen von Herzen Gottes Segen und viel Kraft gegen die Fülle der Anfeindungen wünsche. Alles Gute, M. K.

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