REX: Geilheit und Ekel

Zum ersten Mal nach fast sechzig Jahren künstlerischen Schaffens tritt der New Yorker Künstler REX aus dem Schatten der Anonymität und tritt am 8. September 2016 in Berlin auf seiner Vernissage in das Licht der Öffentlichkeit.

1980_Bolt (1)Der Freund und Wegbegleiter Tom of Finnlands und Robert Mapplethorpe ist die letzte, noch lebende stilprägende Ikone aus den Anfängen der schwulen Fetisch-Szene. Seine Bilder wurden millionenfach auf Plakaten, in Magazinen und Büchern veröffentlicht. Wegen seiner einerseits explizit pornografischen, vielfach die Grenzen des „Anerkannten“ und „Legalen“ überschreitenden Darstellungen gilt der Künstler in der etablierten Kunstwelt bis heute als „Persona Non Grata“.

Zugleich aber anerkennt die Fachwelt im pointillistischen Stil des fast vergessenen Genies seine einmalige, einzigartige Hochwertigkeit der dargestellten Motive. Tatsächlich – Punkt um Punkt – fügt REX mit Tinte und Zeichenstift tausendfach auf Papier montiert, seine Fantasien, aber auch das Erlebte der siebziger Jahre zu grafisch perfektionierten schwarz-weiß Kompositionen zusammen.

Schock und Begeisterung, Geilheit und Ekel fügen sich zu verstörenden Gesamtkompositionen zusammen. Der Betrachter stößt an die Grenzen seiner Toleranz und muss doch – wenngleich nur innerlich und geheim – zugeben, dass er sieht, was in tiefstem Ur-Trieb auch in ihm zu schlummern vermag.

In Anlehnung an den Titel eines bereits in Deutschland veröffentlichten Bildbandes von REX heißt die vom 8. – 18. September in der Galerie THE BALLERY gastierende Ausstellung „VERBOTEN“.

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