Wenn sich Rechts- und Linkspopulisten einig sind: „Schwule dürfen das bei uns nicht!“

(David Berger) Wenn sich links-grüne Queeraktivisten ebenso über eine Sache aufregen wie rechte Homophobe, dann geht es entweder ums Wetter – oder man weiß, dass man etwas richtig gemacht hat. In diesem Fall ist die „Sache“ ein ausführlicher Artikel über das Versagen von (Homo-)Politikern und deren Medien angesichts des islamistischen Massakers im Gay-Club von Orlando.

Liebe Regenbogen harmonie

Auf den Inhalt geht kaum jemand wirklich ein: Aber beide Gruppen ärgern sich, dass aus ihrer Sicht ein offen schwul lebender Mann in dem Magazin schreibt. Man könnte ihre Positionierung mit einem einzigen, jedem echten Integrationsbemühen zuwiderlaufenden Satz zusammenfassen: „Schwule dürfen nicht bei Compact schreiben“

Nun sah sich sogar die Redaktion wegen solcher Leserbriefe gezwungen, öffentlich Stellung zu beziehen:

„Zum zweiten wurde in Zuschriften kritisiert, dass wir mit David Berger einen Aktivisten und Publizisten aus der Schwulenbewegung zu Wort kommen ließen. Er kritisierte in COMPACT 8/2016 das „Schweigen der Lämmer“, also das Verschweigen des islamischen Hintergrundes des Anschlages auf eine Homo-Disco in Orlando durch die maßgeblichen Protagonisten und Funktionäre „seiner“ Szene.

Dass Berger in COMPACT schreiben dürfe, so bemängelten die Kritiker, laufe der dezidiert familienfreundlichen Linie unseres Magazins zuwider und untergrabe unseren Einsatz gegen sexuelle Umerziehung. Einem dieser Leserbriefschreiber habe ich wie folgt geantwortet:

Wir bedauern, dass wir Sie durch den Abdruck des Artikels von Herrn Berger verstört haben. Noch bedauerlicher ist allerdings, dass Sie den Ernst der Lage offensichtlich nicht erkannt haben: Der militante Islam hat uns den Krieg erklärt. Wenn wir diesen Krieg gewinnen wollen, müssen wir uns mit allen Kräften verbünden, die diesen Abwehrkampf zu führen bereit sind.

Wer die notwendige Einheitsfront sabotiert, weil er mit einem Mann wie David Berger nur deswegen nicht gegen die Islamisierung zusammenarbeiten will, weil Berger schwul ist, hat den Ernst der Lage nicht erkannt.

Wie ich im Editorial von COMPACT 8/2016 schrieb: „Der Islam ist totalitär, er will uns alle unter die Scharia zwingen: die warmen Brüder und die heißen Pussies, die Christen und die Juden, die Kommunisten und die Nationalisten. Wann erkennen wir, dass wir uns gegen diese Gefahr zusammenschließen müssen – und die Diskussion über das, was uns trennt, lieber auf den Tag nach der Befreiung verschieben sollten?“ Was können Sie auf dieses Argument erwidern? Das frage ich Sie ganz im Ernst! Und: Sie sind diese Antwort nicht nur mir schuldig, sondern auch sich selbst, Ihren Kindern und Kindeskindern – dem deutschen Volk!

Jedenfalls: In dieser Situation eines Angriffs auf Deutschland können wir uns nicht leisten, nur das kleine Fähnlein der 150prozentigen in die Schlacht zu führen! COMPACT hat sich zum Ziel gesetzt, das Volk in seiner Mehrheit zu formieren. Sektierertum führt nicht weiter und schadet unserem Abwehrkampf. Die Frage stellt sich nicht in erster Linie, ob Sie COMPACT die Treue halten wollen.

Die Frage ist viel geschichtsmächtiger: Wollen Sie bei diesem Schicksalskampf gegen die Islamisierung beiseite stehen, nur weil ihnen die sexuelle Orientierung des einen oder anderen nicht gefällt?

Vielleicht würde es Sinn machen, wenn alle Homo-Aktivisten einmal eine Fortbildung in Sachen Toleranz und Akzeptanz bei der Redaktion des Compact-Magazins machen?

(c) Foto: David Berger

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3 Gedanken zu “Wenn sich Rechts- und Linkspopulisten einig sind: „Schwule dürfen das bei uns nicht!“

  1. Es ist die Crux, daß der konsequent den Sharia-Islam ablehnende Homosexuelle sein politisches Sprachrohr derzeit nur in Parteien findet, die im Programm zwar nicht dezidiert schwulenfeindlich sind , in der Anhängerschaft aber entweder dumpf – antihomosexuelle Haltungen aufweisen oder aber Illiberalität in der Frage der Geschlechter und der sexuellen Orientierung : ihr Ideal ist genormt am abendländisch – christlich geprägten Leitbild vom Ernährervater und gebärender Mutter. Liberale, will sagen freie Partnerschafts- und Familiengestaltung: Fehlanzeige, Akzeptanz poly- oder monogamer, bi,- hetero oder homo- sexueller Lebensabschnitts- oder Familienentwürfe: Fehlanzeige. Stattdessen miefiger Standardfamilienschrott aus den Fünfzigern.Das alles garniert mit dem freiheitsabschneidenden Reservat für z.B .Homosexuelle, ihre „höchstpersönliche “ – so Afd-Berlin Programm – Sexualität „höchstpersönlich“ ausleben zu dürfen. Also in etwa so wie in Putin-Russland oder der Erdogan-Türkei. Mir geht diese Schwulenfeindlichkeit gehörig auf den Pisser! Was wir brauchen , ist eine Alternative zu AfD und ALFA. Eigentlich eine neue FDP „plus „: plus Standhaftigkeit in den eigenen Prinzipien und Kampfbereitschaft gegen Intoleranz und Illiberalität.

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  2. Herr Elsässer und Herr Berger mögen sich zwar als Autoren und Journalisten des gleichen Werkzeugs bedienen, aber ich habe doch meine Bedenken bezüglich der Aufrichtigkeit eines Herrn Elsässers. Es ist gewiss ehrenhaft, dass er sich so ins Zeug legt, um die politischen Zustände in Europa zu benennen und eine Front dagegen aufzubauen. Ein geistiges oder journalistisches Bündnis zwischen diesen beiden Seiten finde ich mehr als bedenklich. Elsässer möchte die „Generaldebatte“ über die Schwulen auf den Tag verschieben, an dem die Front gegen den Islam genügend Früchte eingefahren hat. Was aber dann? Wenn ich mir die Kommentare auf der Compact-Seite ansehe, dann wird mir übel und die Aussage Elsässers deutet an, dass man die LGBT´s auf Seiten der Rechten auch nur instrumentalisieren will, solange man sie eben braucht.
    Also weg aus den Fängen der Links-Grünen Instrumentalisierung, hin zu den Rechten, die uns von Gnaden für die Sache tolerieren. NEIN!
    Wir können dankbar sein, dass es eine Zeit gegeben hat, in der die Rechte der LGBT´s anerkannt und teilwiese in Gesetze gegossen wurden.
    Mir war aber immer schon klar, dass nichts für die Ewigkeit ist und dass da immer Menschen sind, denen wir ein Dorn im Auge sind. Man hat nur die Wahl das kleinere Übel zu wählen und ehrlich gesagt habe ich als Schwuler auch nie etwas von Denen verlangt!

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