Fiel das „Männer“-Magazin auf einen gefakten homophoben Übergriff herein?

Groß hatte es das „Männer-Magazin“ auf seiner Online-Seite getitelt: „YouTube-Star Opfer von Hassverbrechen“. Viele, die danach seinen Youtube-Channel und sein Facebookprofil näher anschauten, bekamen ersten Zweifel an der Geschichte des Youtubers. Jetzt erhärten sich in den USA die Verdachtsmomente, dass der junge Mann das Verbrechen nur vorgetäuscht hat.

In dem Männer-Artikel, der nach wie vor online steht, lesen wir: „YouTube-Star Calum McSwiggan hat am eigenen Leib erfahren, wie homophob die amerikanische Gesellschaft auch nach Orlando noch ist. Er wurde letzte Nacht in Los Angeles Opfer eines homophoben Angriffs, der ihn mit drei gebrochenen Zähnen, einer langen Platzwunde im Gesicht und diversen Prellungen zurückließ.“

Calum McSwiggan hatte sich als genau ins Weltbild von Chris Rudolfs „Männer“ & Co passendes Opfer präsentiert: kein Wort über die Täter, dafür heftige Anschuldigungen gegen die angeblich homophobe Polizei. Auf Facebook (Bild) gab er bekannt:

„Gestern Nacht war die schlimmste meines Lebens. Ich muss mit mir kämpfen, um die richtigen Worte zu finden. Nach einem wirklich großartigen Wochenende auf der VidCon-Messe sind wir in einen schwulen Club gegangen, um ein bisschen zu feiern. Gegen Ende des Abends wurde ich von drei Männern von meinen Freunden getrennt und zusammengeschlagen. Und auch, wenn die Ordnungskräfte eigentlich dafür da sind, um einem in einer solchen Situation zur Seite zu stehen, haben sie das bei mir nicht getan. Im Gegenteil, sie haben mich wie einen Bürger zweiter Klasse behandelt …“

Mac Cullum2

So war der für den Artikel verantwortliche Redakteur Paul (eigentlich Karsten) Schulz, der sonst für die Redaktion der Softpornoprodukte des Bruno Gmünder-Verlags („Dreamboys“ und „Macho“)  zuständig ist bzw. war, wohl auch nicht weiter bestrebt, die Sache genauer nachzurecherchieren – und fiel auf den jungen Mann und die vielen Likes, die er bekommen hatte, herein.

Wer seine anderen Videos etwas näher anschaut, wird generell zu dem von dem Youtuber geschilderten Tathergang schwerste Zweifel haben. In einem der selbst gedrehten Videos berichtet er sogar über seine psychischen Schwierigkeiten, die stark an ein Borderline-Syndrom, das häufig mit der Tendenz zu Selbstverletzungen verbunden ist, denken lassen.

Aber: sein Bericht passte halt gut in das Weltbild linksgrüner Medien und das „Opfer“ sah auch noch so aus, als ob er einem der genannten Pornohefte des Verfassers entsprungen sein könnte. Da drückt man schon mal ein Auge zu!

Nun berichtet eines der größten englischsprachigen Online-Magazine „Breitbart.com“ davon, dass der ganze Übergriff sehr wahrscheinlich erfunden war:

Der beliebte Gay-YouTuber Calum McSwiggan hat angeblich ein Hassverbrechen bzw. einen Angriff auf sich selbst erfunden. So das Los Angeles County Sheriffs Department …

Der Facebook-Post, in dem er seine Erfahrungen schildert und den „Männer“ 1:1 übernahm, wurde von tausenden Leuten geteilt, aber sehr schnell kamen erste Zweifel an den verschiedenen Schilderungen des Tathergangs auf. Und auf einmal machte eine ganz andere Schilderung des Vorgefallenen die Runde:

Holly M. Perez, Chef der West Hollywood Polizeistation erklärte, dass es „keine Anhaltspunkte für einen gewalttätigen Übergriff gab und McSwiggan auch keine sichtbaren Verletzungen hatte, als sie zum angeblichen Tatort kamen“. Die Polizei musste McSwiggan jedoch wenig später verhaften, nachdem er von den Polizisten dabei entdeckt wurde, wie er anfing ein Auto zu demolieren, sodass die Nacht für ihn in einer Zelle endete.

Die Polizeibeamten entdeckten später, dass er sich anfing mit dem Telefonhörer eines Payphones in seiner Zelle schwer im Gesicht zu verletzen, worauf sie ihn in ein Krankenhaus brachten.

McSwiggan möchte sich zu den Vorwürfen nicht äußern, aber seitdem die Polizei ihr Statement abgegeben hat, sind viele der ehemaligen Fans des Youtubers schwer enttäuscht und ebenso wie sie ihre Anteilnahme zum Ausdruck brachten, quittieren sie das vermutlich tatsächlich Vorgefallene nun mit wütenden Kommentaren:

„Du bist eine sehr kranke Person und brauchst dringend psychiatrische Hilfe! Ich hoffe, Du wirst sie in Anspruch nehmen!“

A propos Hilfe: Gestern hat dann auch Karsten Schulz reagiert und von den neueren Entwicklungen berichtet, allerdings ohne irgendwelche Selbstkritik zu üben und stattdessen McSwiggan das Ende seiner „Karriere“ vorherzusagen.

© facebook/privat

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