Kölner CSD nach Orlando: Unklare Sicherheitslage

(David Berger) Es wird wieder die besucherstärkste Pride-Parade in Deutschland werden: am kommenden Sonntag (3.Juli) findet der Umzug zum Kölner Christopher Street Day statt. Doch wenige Tage nach dem Massaker von Orlando hat die Polizei die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt, kann aber keine 100%-ige Sicherheit versprechen.

Wie der WDR berichtet sehen die Veranstalter des CSDs auch nach dem Massaker von Orlando und den Ankündigungen des „Islamischen Staats“ seinen Homo-Hass-Terror auch nach Europa auszuweiten, „keinen Grund zur Sorge“.

Der WDR dazu: „Doch nach dem Anschlag auf einen Homosexuellen-Klub in Orlando (Florida), bei dem am 12.06.2016 ein Attentäter 49 Menschen getötet und 53 verletzt hatte, stellt sich die Frage nach der Sicherheit der Veranstaltung.“

Ähnlich scheint das die Kölner Polizei zu sehen und hat ganz bewusst die Beamtenzahl für die Sicherheitsvorkehrungen zum Pride erhöht.  Bereits nach „Charlie hedo“ habe man das getan und nun noch einmal, da nun der Focus besonders auf dem islamistischen Terror gegen Homosexuelle liege. Der WDR schreibt:

„Dass es in Orlando gezielt einen Anschlag auf Homosexuelle gegeben hat, hat die Kölner Polizei genau registriert und den Fokus auf die Kölner Homosexuellenparade verstärkt. ‚Da der CSD ja eine Veranstaltung von Homosexuellen ist, haben wir da natürlich noch mal intensiver den Blick drauf‘, so der Polizeisprecher.“

Eine 100%-ige Sicherheit könne man bei der derzeitigen Lage allerdings nicht garantieren. Auch dass es kurz vor dem Pride-Wochenende zu einer Verschärfung und Zuspitzung der Lage kommen könne, sei nicht auszuschließen: „Bis zum CSD kann sich die Gefahrenlage natürlich noch kurzfristig ändern“ , zitiert der WDR die Sicherheitsbehörden.

Bezeichnend ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass Nils Schmidt vom Vorstand des Kölner Lesben- und Schwulentags e.V. (KLuST) dem WDR gegenüber und wohl in Anlehnung an die wegen Unwetter abgesagten Rosenmontagsumzüge in NRW davon sprach, dass man für alles gewappnet sei – auch für ein „Unwetter“.

Als ergänzenden Lesetipp gibt’s diesmal eine kleine Erinnerung an die Absage der Rosenmontagszüge: -> David Berger bei Tichy: „Diplomatisches Wetter“

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Foto: Cologne Pride 2015 © By Sven Volkens (Own work) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)%5D, via Wikimedia Commons

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