Wird die AfD zur neuen „Homo-Partei“?

Jana schneider (c) Facebook

So langsam macht die AfD den Grünen im Hinblick auf die Prozentzahl ihrer homosexuellen Mandatsträger echte Konkurrenz. Nur dass diese bei der AfD deutlich jünger sind als bei den Grünen. Auf der Landesmitgliederversammlung der „Jungen Alternative Thüringen“ wurde die lesbische Landeskoordinatorin Jana Schneider (22) zur neuen Landesvorsitzenden gewählt.

Die Wahl wurde besonders von den „Homosexuellen in der AfD“ erfreut aufgenommen. Mirko Welsch, Bundessprecher der BIG äußerte sich gestern gegenüber gaystream zu der Neubesetzung der Stelle durch eine offen lesbisch lebende Frau:

„Die Bundesinteressengemeinschaft der Homosexuellen in der AfD gratuliert Jana Schneider aufs Herzlichste zur Wahl zur Landesvorsitzenden der Jungen Alternative in Thüringen. Mit diesem Votum wurde wieder einmal den linksgrünen Protagonisten bewiesen, dass in unserer Partei nicht nach Sexualität oder Quote gewählt wird. Hier setzt sich Qualität durch!“

Für Welsch ist die Wahl ein weiterer Beweis, dass die AfD auch für Homosexuelle zu einer echten Alternative geworden sei und von einer Homophobie bei der AfD wirklich keine Rede sein könne:

„Homo-, Bi- und Transsexuelle haben in unserer AfD sehr wohl einen Platz. Erst recht auch im angeblich so homophoben Thüringen. Diese Unkenrufe dürften nun endgültig widerlegt sein! Nun sollten diese Kräfte sich endlich mal auf die wirklichen Probleme konzentrieren: Die wachsenden homophoben Angriffe durch islamistische Migranten auf deutschen Straßen und Asylbewerber in Flüchtlingsheimen!“

„Hier muss die Botschaft klar sein: Wer Homosexualität nicht akzeptieren will, hat keinen Platz! So wie zurecht bei Deutschen darauf geschaut wird, so stark müssen wir auch gegen die importierte Intoleranz vorgehen!“ mahnt Mirko Welsch, Kommunalpolitiker und stellvertretender Kreisvorsitzender in Saarbrücken.

Foto: Jana Schneider (c) Facebook/privat

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9 Gedanken zu “Wird die AfD zur neuen „Homo-Partei“?

  1. Sorry auch wenn durchaus das Thema „Islamkritik“ seine Berechtigung hat, aber solange die AfD sich gegen die Forderung „Ehe für alle“ und Gleichstellung ausspricht, wird sie aus dem Lager der homosexuellen Menschen und Aktivisten KEINE Unterstützung erhalten.

    Es ist homosexuellen Paaren im tiefsten Inneren ihrer Gefühle ein Wunsch, dass sie die gleichen Rechte haben und das Sie genauso wie heterosexuelle Paare vor dem Standesamt, und soweit sie religiös sind, vor dem Altar in den Kirchen bzw in den jüdischen Synagogen und buddhistischen Tempeln heiraten können, so wie es bereits in vielen christlichen Kirchen, jüdischen Synagogen und buddhistischen Tempeln erlaubt ist:

    * https://de.wikipedia.org/wiki/Segnung_gleichgeschlechtlicher_Paare (Wikipedia.de: Segnung gleichgeschlechtlicher Paare)

    Die Partei AfD wird daher nur dann mit Islamkritik unter homosexuellen Wählern „punkten“ können, wenn sie sich der Forderung nach Gleichstellung und „Ehe für alle“ anschließt; unterläßt die Partei „AfD“ dies, wird sie im Lager der homosexuellen Paare keine Unterstützung erhalten.

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    • Die formale Gleichstellung der Homosexuellen ist bei uns doch nahezu abgeschlossen; es fehlt noch das Adoptionsrecht, was durch das BVerfG wohl nachgeholt werden wird, und die Privilegierung der eingetragenen Lebenspartnerschaft als Ehe durch das GG. Das klassische Rechtsinstitut von (heterosexueller) Ehe und Familie war bis vor einigen Jahren noch unumstritten, und es sprechen ja auch viele gute Argumente dafür, schauen Sie dazu nur in die klassischen GG-Kommentare. Insofern ist diese Position als legitim zu akzeptieren, ohne sofort mit Homofeindlichkeit belegt zu werden, was in dieser Verallgemeinerung nicht zutreffend ist. Auch ohne „Ehe für alle“ können wir hier inzwischen formal ein gleichberechtigtes und in der veröffentlichten Meinung akzeptiertes Leben führen.
      Die akute und aktuelle Gefahr droht uns von einer auch hier in Ausbreitung befindlichen mittelalterlichen fundamentalistischen Religion und diese begleitende archaische Kultur durch unkontrollierte Migration. Dies begleitet und befeuert durch eine masochistische Unterwerfung eines Teils der politischen Eliten hier im Lande, inkl. eines Teils der eigenen bislang noch tonangebenden „Community“. Diese Bedrohung wird manifest in jeder Nacht, wenn wir in Großstädten in das Nightlife abtauchen wollen. Sie wird auch manifest in den sich in Ausbreitung befindlichen Parallelgesellschaften.
      Noch haben wir die Dominanz unserer aufgeklärten Zivilgesellschaft hierzulande. Noch haben wir die Wahl!

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      • Diese Haltung teile ich nicht, Frau Vera Enenkel. Die Eheöffnung ist erstens emotional für homosexuelle Paare entscheidend: ich habe noch KEIN einziges schwules/lesbisches Paar getroffen, dass mir nicht gesagt hat, dass das Lebenspartnerschaftsinstitut ausreichend sei. Es ist eine Herzensangelegenheit und ein tiefer innerer Wunsch, den homosexuelle Paare haben. Sie wollen die GLEICHEN Rechte und sie wollen keine andere rechtliche Einstufung im Familienrecht.

        Zweitens auch aus rechtlicher Sicht ist die Eheöffnung richtig, denn in Deutschland gilt der Gleichheitsgrundsatz des Artikel 3 Grundgesetz. Alle Menschen sind vor dem Gesetz GLEICH. Eine rechtliche Besserstellung heterosexueller Menschen und deren Paarbeziehung ist rechtlich nicht tragbar und gerechtfertigt.

        Drittens auch aus moralischer/theologischer Sicht ist die Eheöffnung richtig: wer die religiöse Überzeugung vertritt, dass alle Menschen Geschöpfe Gottes sind und Gott die Menschen jeden in seiner/ihrer Einzigartigkeit liebt, der kann nicht umhin, homosexuelle Menschen und deren Paarbeziehung ethisch und theologisch gleich zu bewerten.

        Viertens in der Tat mit dem Lebenspartnerschaftsinstitut wurden viele Rechte und Plichten in Deutschland bereits erreicht („schätzungsweise rund 95 Prozent der Rechte und Pflichten sind gleich zur Ehe ausgestaltet“). Aber gerade wenn es um die Stellung der Kinder in gleichgeschlechtlichen Beziehungen geht und die rechtliche Einstufung von Regenbogenfamilien dann fehlen einige Rechte und Pflichte. Es kann und darf aber in einem Rechtssstaat nicht sein, dass Kinder rechtlich unterschiedlich eingestuft werden und Kinder in Regenbogenfamilien rechtlich „Kinder zweiter Klasse“ sind. Allein schon vom Kindeswohl gehört die Eheöffnung umgesetzt, damit Kinder in Regenbogenfamilien genauso rechtlich geschützt aufwachsen, wie es dies bei heterosexuelllen Ehepaaren der Fall ist.

        Wer die „Ehe für alle“ ablehnt, ist letztlich ein Verfechter der Ungleichheit der Menschen in unserer Gesellschaft und steht für eine „Zwei-Klassen-Gesellschaft“, in der Menschen rechtlich nach ihrer sexuellen Orientierung eingestuft werden und Menschen mit heterosexueller Orientierung besser stellt. Das ist und bleibt letztlich Diskriminierung.

        Fünftes weltweit haben nunmehr 21 Staaten die Eheöffnung umgesetzt (Neuseeland, Südafrika, Argentinien, Uruguay, Brasilien, Kolumbien, Vereinigte Staaten, Kanada, Island, Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Spanien, Portugal, Irland und Vereinigtes Königreich). Australien und Mexiko werden als weitere Staaten wohl folgen. Deutschland sollte dieser internationalen guten Rechtsenwicklung folgen und sich diesen anderen Staaten anschließen.

        Fazit: Solange die Partei AfD, die Eheöffnung nicht mitträgt, wird sie NIE unter homosexuellen Aktivisten „punkten“ können, weil sie nicht die Gefühle und Herzen homosexueller Paare mit dieser diskriminierenden Haltung erreicht. Ich kann der Partei AfD nur raten,sich hier bei diesem Thema, der Eheöffnung, den Parteien von SPD, Linkspartei, Grünen/Bündnis 90, FDP und Teilen der CDU anzuschließen, die alle die Eheöffnung parteipolitisch fordern.

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    • Ja, Herr Lübbers, ich finde es auch unmöglich von der AfD, dass sie sich nicht umgehend um eine Reformation des Buddhismus sowie des Judentums bemüht, mit dem Ziel, die Ehe sakramental mit allen theologischen Implikationen anzugleichen. (Ironie aus) Wie kommt es eigentlich, dass ehemals ehrwürdige Subkulturen den Hang haben, komplett postmodern zu verspießern ? Sie sind alleine, wenn Sie das Standesamt zum Stolperstein machen. Die wirkliche Akzeptanz von Minderheiten ist ein Bewusstseinsprozess und nie ein Verwaltungsvorgang.

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    • Alle Religionen lehnen Schwulen Ehen ab.Warum wollen Schwule dann unbedingt dort Heiraten?Wenn sie eine Religiöse Heirat wollen dann müssen sie sich eine eigene Religion erfinden.

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  2. Ich sehe das so: ehe für alle ist ein 1st World Problem.
    Auf der Straße nnicht zusammengeschlagen werden ein reelles und wichtigeres.

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  3. Nachdem ich die Antwort Herrn Lübbers´ von 14h10 gelesen habe, wird mir klar, dass er lieber mit durchtrennter Kehle, dafür aber korrekt verheiratet, im Sarg liegt, als in wilder Ehe zu leben, dafür aber lebendig. Eine andere Schlussfolgerung ist aus dem Geschrieben nicht möglich.

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  4. Ehe für Homosexuelle ist nicht «Ehe für alle». Oder setzen sich Homosexuelle für die Ehe zwischen mehr als zwei Partnern ein? Wenn nicht, warum soll ein Mann, eine Frau benachteiligt werden, wenn er oder sie mit mehreren Partnern die Ehe eingehen will?

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  5. da kann ich als Schwuler nur mit dem Kopf schütteln

    wie kann man bloss der AFD als Lesbe oder Schwuler beitreten. Ich war in der Jungen Union also der CDU und hatte da schon immer beobachten müssen, dass 99 Prozent der Mitglieder dort gegen Schwule waren

    und das ist bei der AFD noch schlimmer. Wenn ich auf FACEBOOK einige Posts von vielen vielen AFD-Anhängern dort lesen muss, stelle ich immer wieder fest, ANTI-ISLAM. ANTI-HOMOSEXUELL, ASOZIAL, WIRTSCHAFTSLIBERALER ALS DIE FDP

    Und dieser Mythos von den Anti-Homosexuellen-Muslimen stimmt einfach nicht. Meine Erfahrungen in meinem bisher 30jährigen Leben:

    Wenn Schwule in unserer Stadt angepöbelt, geschlagen und belästigt werden, dann sind die Täter BIODEUTSCHE, WEISSE, POLEN, RUSSLANDDEUTSCHE

    und abgesehen davon kenne ich auch viele homosexuelle Muslime

    also machen sich solche Leute hier echt lächerlich wenn sie als Homosexuelle in der AFD sind, aber eine andere Kuriosität habe ich auch feststellen müssen bisher: DIE AFD hat auch einen Schwarzen nämlich Achilles Demagbo. Hhahhahaha da kann ich nur lachen.

    Schaut euch mal die Widersprüche an und die Posts die gegen Afrikaner sind von der AFD

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