Warum die Kritik des LSVD am Papst alles andere als glaubwürdig ist

In der arabischen Welt war teilweise der Jubel über das Orlando-Massaker groß: Ausdruck für eine homophobe Grundstimmung in den durch den Islam geprägten Ländern, die ihre Fernwirkung auch in Orlando entfaltete.

Ganz im Gegensatz dazu hat sich Papst Benedikt angesichts der Schreckensnacht von Orlando dafür ausgesprochen, dass sich die katholische Kirche bei Homosexuellen für diskriminierende Akte entschuldigen soll.

Spannend ist dabei zu beobachten, wie perfide der linksgrün-populistische „Lesben- und Schwulenverband Deutschland“ (LSVD) darauf reagiert:

Während man nach Orlando auf jede Kritik am real existierenden Islam vergeblich wartete, ja sogar in Berlin noch demonstrativ an einer Feier zum Ramadan teilnahm, giftet der Homoverein nun gegen Papst Franziskus

Seine Forderung sei nicht genug, Worte allein reichten nicht aus. Unter der Überschrift „LSVD fordert vom Vatikan aktive Reue“ lässt ein Henny Engels als Sprecher des Vereins wissen:

„Worte allen reichen nicht. Wenn Papst Franziskus es ernst meint mit einer Entschuldigung, dann muss der Vatikan auch aktive Reue an den Tag legen. Der LSVD fordert daher, dass der Vatikan sich vehement dafür einsetzt, dass die Kampagnen aus der katholischen Kirche gegen die Menschenrechte von Lesben und Schwulen beendet werden.

Bis heute bekämpfen große Teile der katholischen Kirche hartnäckig jede rechtliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare und diffamieren Lesben und Schwule dabei als Gefahr für die Gesellschaft. Auf UN-Ebene opponiert auch der Vatikan bis heute gegen die Menschenrechte von Lesben und Schwulen. Immer wieder halten Bischöfe aus vielen Teilen der Weltkirche Hetzreden gegen Lesben und Schwule. Sie schüren damit Hass und Gewalt.“

Solche Kritik des LSVD an der katholischen Kirche ist über große Strecken zutreffend, allerdings aus dem Munde eines Verbands der auf der anderen Seite zu weitaus schlimmerem religiös motivierten Homohass im real existierenden Islam beharrlich schweigt, diesen schönredet oder entschuldigt, schlicht unglaubwürdig.

Wieder einmal wird hier deutlich: Dem LSVD geht es eigentlich um linksgrüne Multikulti-Ideologien und nur vordergründig um Menschenrechte auch für Homosexuelle. Wenn ihm das Engagement für Trans- und Homosexuelle wirklich etwas bedeutet, kann es für den LSVD nur eine Lösung geben: Entweder eine grundsätzliche Neuorientierung oder die komplette Selbstauflösung.

Foto: LSVD-Mitglieder demonstrieren gegen den „Marsch für das Leben“ (c) David Berger

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3 Gedanken zu “Warum die Kritik des LSVD am Papst alles andere als glaubwürdig ist

  1. nicht nur das ist perfide. einerseits freut es dem lgbt, dass einige prister trauungen für homosexuelle durchführen, also eine andere meinung als der vatikan haben, andererseits wollen sie die, die nicht für homosexuelle sind, den mund per vatikan verbieten. was mir nützt, dass darf seibn, alles andere will ich nicht sehen. sowas ist wieder einmal wiederlich. wasser predigen und wein trinken. mache das, was ich sage, nicht was ich tu.

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  2. „Solche Kritik des LSVD an der katholischen Kirche ist über große Strecken zutreffend, allerdings aus dem Munde eines Verbands der auf der anderen Seite zu weitaus schlimmerem religiös motivierten Homohass im real existierenden Islam beharrlich schweigt, diesen schönredet oder entschuldigt, schlicht unglaubwürdig.“

    —> David Berger hat hier durchaus Recht mit seiner Analyse. Zwar ist die Kritik des LSVD an der Vatikanleitung und am Papst richtig, da weiterhin im Katholischen Katechismus homosexuelle Handlungen als sündhaft bewertet werden und homosexuelle Paare ethisch und theologisch nicht akzeptiert werden. Und David Berger scheint dies ebenso zu bemängeln, dass hier unter Ratzinger und Müller in der Glaubenskongregation ein regelrechtes „Bollwerk“ gegen eine Reform in der Katholischen Kirche besteht.

    ABER die LSVD-Leitung scheitert in der Tat daran, dass sie aufgrund falsch verstandener Toleranz gegenüber dem Islam seit Jahren nicht genauso massiv Kritik an den Zuständen des real existierenden Islams betreibt.

    Selten bis nie kommt hier Kritik oder eine Pressemitteilung, wenn wiedereinmal ein bedeutender Imam in Ägypten, in Saudi-Arabien oder im Iran sich abwertend in Hasskommentaren und Hasschriften zu homosexuellen Paaren äußert, da hat David Berger Recht. Nachvollziehen kann ich hier die Kritik von David Berger an der LSVD-Leitung bei diesem Thema.

    Aber diese Kritik kann man auch in viel genereller Weise an der deutschen Gesellschaft und den deutschen Medien-, Theater- und Filmschaffenden betreiben, und darf sie nicht nur dem LSVD vorwerfen. Damit meine ich: wie kommt es eigentlich, dass wir in den Medien, im Theater und im Film jede Menge kritische Filme, Commedyformate und Dokumentationen in bezug auf den Vatikan und die römisch-katholische Kirchenleitung haben ? Wie kommt es, dass es Filme zur Entstehungsgeschichte des Christentums wie „Das Leben des Brian“ von Monty Python gibt, aber es keinen auch nur annähernd gleichen Commedyfilm zur Entstehungsgeschichte des Islam und das „Das Leben des Mohammed“ gibt ? Die deutsche/europäische Film-, Theater-, und Fernsehwelt hat hier nach meiner Wahrnehmung eine starke jahrzehntelange Tendenz bei der römisch-katholischen Kirche „draufzuschlagen“, aber beim Islam „wegzuschauen“ bzw. aufgrund falscher Toleranz zu „tabuisieren“ und teilweise scheint es sogar schon so zu sein, dass deutsche, niederländische oder schweizerische Filmschaffende und Commedyvertreter von Islamverbänden und radikalen Islamisten eingeschüchtert werden.

    Daher die Kritik, die David Berger hier in diesem Artikel in bezug auf den LSVD-Vorstand betreibt, ist nachvollziehbar, aber eigentlich müßte sie viel genereller an der deutschen Theater- Film- und Fernsehwelt ausfallen.

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